Abnehmen mit Fettblockern: Wie sie wirken und was zu beachten ist

Fettblocker Tabletten

 

Fettblocker sind Präparate, welche zur Gewichtskontrolle und Behandlung von Übergewicht angewendet werden. Sie vermindern die Kalorienaufnahme dadurch, dass sie im Verdauungstrakt die Resorption von Nahrungsmittelfetten reduzieren. Fettblocker können somit in Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät das Abnehmen unterstützen.

Wie wirken diese Fettblocker, welche Nebenwirkungen können während der Einnahme auftreten und was ist bei der Einnahme zu beachten? Wir haben für Sie die wichtigsten Daten und Fakten zusammengefasst.

Infografik Fettblocker zum Abnehmen

Wie wirken Fettblocker?

Fettblocker sind Substanzen, welche in unserem Verdauungstrakt eingreifen, so dass ein Teil des in der Nahrung enthaltenen Fetts nicht vom Körper aufgenommen, sondern im Stuhl unverdaut wieder ausgeschieden wird. Auf diese Weise lassen sich ca. 25% der aus dem Fett stammenden Kalorien einsparen.

Es gibt zwei gängige Mechanismen von Fettblockern: zum einen die Enzym-Hemmer, welche fettverdauende Enzyme im Verdauungstrakt blockieren, und zum anderen die sog. Fettbinder, welche das Nahrungsfett in Komplexen an sich binden. Beide Wirkstoffgruppen bewirken, dass die Fett-Resorption im Darm verringert wird. 
Wenn Fettblocker in Kombination mit einer Diät richtig angewendet werden, können sie auch positive Auswirkungen auf erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Diabetes haben.

Welche Nebenwirkungen können Fettblockern haben?

Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind auf das im Darm verbleibende Fett zurückzuführen. Der Stuhl bekommt dadurch eine öligere Konsistenz, was zu Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl und Durchfall führen kann. 

Die Nebenwirkungen werden umso unangenehmer, je mehr Fett mit der Nahrung aufgenommen wird, da dadurch auch die Menge des im Darm verbleibenden Fetts ansteigt. Die Einnahme von Fettblocker kann somit bei der Einhaltung einer fettreduzierten Diät unterstützen, denn je weniger Fett konsumiert wird, umso geringer fallen die Nebenwirkungen aus. Chemische Enzym-Hemmer haben generell höhere Nebenwirkungsraten. Pflanzliche Wirkstoffe sind am besten verträglich.

Bei einer langfristigen Einnahme von Fettblockern besteht das Risiko einer Unterversorgung mit fettlöslichen Mineralstoffen und den Vitaminen A, D, E und K, deren Resorption ebenfalls vermindert wird. Falls Fettblocker über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, sollte die Versorgung dieser Vitamine gegebenenfalls durch die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sichergestellt sein.

 

Fazit:

Was Sie bei der Einnahme von Fettblockern unbedingt beachten müssen

Fettblocker reduzieren lediglich die Kalorienaufnahme aus Nahrungsmittelfetten. Kalorien aus Kohlenhydraten (z.B. aus zuckerhaltigen Lebensmitteln), welche auch ausschlaggebend zum Übergewicht beitragen, werden in der Resorption nicht vermindert! Die Einnahme von Fettblockern macht daher nur vor einer fetthaltigen Mahlzeit Sinn.

Die Wirksamkeit von Fettblockern in Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät wurde in wissenschaftlichen Studien bewiesen. Fettblocker sind allerdings keine Wunderpillen! Wer lediglich Fettblocker einnimmt, ohne seine Ernährung umzustellen, wird keine nachhaltigen Erfolge erzielen!

 

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Lesen Sie weiter: Fettblocker Präparate

 

Einzelnachweis

i Fachinformation Nobilin Fettblocker, Fachinformation Formoline L112
ii Sjöström, L. et al. (1998): Randomised placebo-controlled trial of orlistat for weight loss and prevention of weight regain in obese patients. European Multicentre Orlistat Study Group. Lancet Bd. 18, S. 167–172