Das Tief im Kopf

Unkonzentriert und schlapp: so fühlen sich viele bei einem Wetterumschwung

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Wetterfühligkeit – etwa die Hälfte der Deutschen glaubt, dass die Witterung ihre Gesundheit beeinflusst. Experten dagegen sind der Meinung, dass wir einfach nicht ausreichend abgehärtet sind.

Unkonzentriert und schlapp: so fühlen sich viele bei einem Wetterumschwung.

Eine Umfrage des Umweltbundesamts ergab, dass bestimmte Wetterlagen empfindliche Personen leiden lassen. Frauen leiden mehr als Männer, Ältere mehr als Jüngere und Menschen im wechselhaften Norden klagen öfter als Süddeutsche.

Hitze:

Bei Hitze macht dem Körper vor allem die selbst produzierte Wärme zu schaffen.

Um möglichst viel davon nach außen zu transportieren, weitet er die Gefäße in der Nähe seiner Oberfläche. Dadurch fehlt allerdings das benötigte Blut im Körperinneren und der Blutdruck sackt ab.

Wer eh schon einen niedrigen Blutdruck hat, spürt das ganz besonders. Davon betroffen sind überwiegend Frauen.

Genügt das Weiten der Gefäße dem Körper nicht, schaltet er die nächste Stufe seiner Klimaanlage an: er schwitzt.

Dadurch verliert er viel Wasser und das wiederum verringert das Blutvolumen. Das Resultat ist, dass man sich schlapp sowie schwindelig fühlt und Kopfweh bekommt.

Hier ist es besonders wichtig, viel zu trinken.

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Kälte:

Bei Kälte dagegen ziehen sich die Gefäße an der Körperoberfläche zusammen und daher schmerzen die Gelenke oft. Wenn man einen hohen Blutdruck hat, sollte man hier aufpassen.

Laut einer Studie aus Kanada steigt das Risiko eines Herzinfarktes bei Minusgraden pro zehn Grad Temperaturabfall um sieben Prozent.

Auf das Wetter einstellen muss sich jeder, doch vielen Menschen macht der Föhn derart zu schaffen.

Fähigkeiten trainieren:

In unseren Gefäßwänden befinden sich winzige Muskeln, die man trainieren muss. Auch das vegetative Nervensystem, das die Regulation steuert, muss gefordert werden, damit es schnell reagieren kann. Außerdem ist es gut, den Körper abzuhärten. Das ist vor allem Trainingssache.

Zum Beispiel hilft es, bei Wind und Wetter aus dem Haus zu gehen, selbst bei Regen und Schnee.

Das sollten auch Ältere und gesundheitlich Angeschlagene befolgen, die wohl am meisten unter einem Wetterwechsel leiden.

Auch Saunagänge verbunden mit einer kalten Dusche danach oder Wechselduschen, die den Kreislauf anregen und die Durchblutung fördern sind gut für das Immunsystem. 

Für viele Menschen ist das Wetter der ideale Sündenbock. Doch was wir uns merken sollten ist, dass es nicht immer schuld daran ist, wenn wir uns mal nicht gut fühlen.