Übergewicht durch Stress: Kann Stress dick machen?

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Hauptursachen für Übergewicht durch Stress:

Was zunächst kontrovers klingen mag, ist längst wissenschaftlich bewiesen: Auch Stress macht dick. Mehr als 50% der Deutschen sind übergewichtig und fast genauso viele leiden unter Stress - mit stetig steigender Tendenz. Die Hauptursachen für Übergewicht durch Stress sind Druck in der Arbeit, Zeitmangel und keine ausreichende Entspannung. Aber auch ein instabiles soziales Umfeld kann Stress verursachen. Dabei sind manche Menschen schneller erregbar als andere, die Stressgeneigtheit ist also auch eine Typsache.

Schuld am Übergewicht hat auch noch unser eigener Kopf: In stressigen Zeiten versucht unser Gehirn, sich mit so viel Energie wie möglich zu versorgen. Es schüttet dann das Stresshormon Cortisol aus, welches einen Nährstoffmangel signalisiert und ein Hungergefühl erzeugt. Dabei ist die wichtigste Energiequelle für unser Gehirn Glukose, also Zucker. In Stresssituationen steigt der Zuckerbedarf und unser Gehirn signalisiert uns, so viele Kalorien wie möglich aufzunehmen. Je mehr wir unserem Gehirn dann zuführen, desto gieriger wird es und das Hungergefühl nimmt stetig zu.

Mögliche Folgen von Übergewicht durch Stress:

Zusätzlich verändern wir in Stresssituationen aber auch unbewusst unser Essverhalten und unseren Tagesablauf. Wir nehmen uns kaum Zeit für Mahlzeiten, greifen häufiger zu Fast-Food, bekommen zu wenig Schlaf und machen nicht mehr häufig genug Sport. Die Symptome können jedoch verheerend sein: Losgelöst von der Gewichtszunahme sind übergewichtige Menschen weniger belastbar, leiden an Atemnot und schwitzen stärker. Die Risiken für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes Typ 2, Unfruchtbarkeit und andere Krankheiten steigen. Außerdem können durch das Stresshormon Cortisol Schlafstörungen, Verspannungen, Unverträglichkeiten oder sogar Angstzustände ausgelöst und das Immunsystem geschwächt werden.

Was gegen Übergewicht durch Stress hilft:

Um ein entstehendes Übergewicht zu vermeiden, sollte deshalb trotz aller Zeitnot auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Natürliche Lebensmittel enthalten weniger chemische Botenstoffe und vermeiden Fehlsignale des Gehirns. Betroffenen wird ebenso geraten, sich genug Zeit für Entspannung und Schlaf zu gönnen und im Urlaub mal abzuschalten. Ist der Stress nicht reduzierbar, sollten gegebenenfalls Abstriche gemacht und Prioritäten gesetzt werden.

Falls Du unter den oben beschriebenen Symptomen leidest, solltest Du dich eine langfristige Strategie erarbeiten, um Dein Stresslevel herunterzufahren. Nur eine auf Dauer ausgerichtete Veränderung und Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten kann zu langfristigen Erfolgen führen. Wichtig ist vor allem die Nachhaltigkeit der Veränderung, denn nur so kann der eigene Körper sein Stresslevel herunterfahren und Du Deine Gesundheit schützen.