Die unterschätzte Wirkung von Vitamin E

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Die Bedeutung von Vitamin E für den Menschen wurde erst relativ spät erkannt und wird weiterhin unterbewertet. So schätzt man zum Beispiel, dass über 90% der US-Bevölkerung nicht die Menge an Vitamin E zu sich nehmen, wie empfohlen.

Vitamin E spielt eine wichtige und gesundheitsfördernde Rolle. Im Gegensatz zu Vitamin C und Vitamin D äußert sich ein Vitamin E-Mangel nicht unbedingt in Mangelerkrankungen, wie Rachitis oder Skorbut, jedoch kann eine Muskelschwäche, ein Abbau von Muskelmasse, eine Beeinträchtigung der Sehschärfe und weitere neurologische Störungen aus einer unzureichenden Vitamin E Versorgung resultieren.

Vitamin E ist ein essenzieller Mikronährstoff, den der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann, daher ist es wichtig, diesen regelmäßig über die Nahrung aufzunehmen.

Klinische Mangelerscheinungen sind bei Erwachsenen oft schwer erkennbar. Bei Frühgeborenen und Personen mit Lebererkrankungen sowie genetischen Defekten ist das Risiko für Mangelerscheinungen oft am größten.

Die wichtigsten Vitamin E-Quellen sind Pflanzenöle, Nüsse, Vollkornprodukte, Weizenkleie, Avocado und in geringerem Maße – Samen und grünes Blattgemüse.

Für viele ist es schwierig, die empfohlene Menge an Vitamin E allein über die Nahrung aufzunehmen. Daher ist es auch möglich durch Nahrungsergänzungsmittel diesen Bedarf zu decken.

In Erfrischungsgetränken, Cerealien, Gelatinekapseln, den meisten Multivitaminpräparaten sowie Brause- oder Kautabletten ist ebenfalls Vitamin E zu finden.

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Zum Schutz unseres Körpers

Vitamin E trägt zur Funktion und Gesundheit von Gehirn, Augen und Herz bei. Außerdem ist das Vitamin wichtig für die Gesundheit von Müttern und Kindern.

Durch die Antioxidative Wirkung von Vitamin E findet man die Substanz auch in vielen Hautpflegeprodukten wieder. Durch sie soll die Hautoberfläche verbessert werden, der Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöht werden sowie der Alterungsprozess verlangsamt werden. Zudem wird gesagt, dass Vitamin E entzündungshemmend wirkt und oberflächliche Wunden schneller abheilen lässt.

Auch in Sonnencremes steckt Vitamin E, da die Substanz eine sonnenschützende Wirkung haben soll.

Ebenfalls spielt es eine wichtige Rolle bei der Zellsignalisierung, Genexpression und der Regulierung diverser Zellfunktionen.

Studien zufolge verbessert Vitamin E auch die Immunität älterer Menschen und senkt das Risiko von Infektionen der oberen Atemwege, sowie grippaler Infekte. Ebenso unterstützt es die roten Blutkörperchen und trägt zu einem gesunden Blutfluss bei.

Des Weiteren gibt es Erkenntnisse, dass durch die ergänzende Zufuhr von Vitamin E die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Fettleber gemindert werden können. Auch das Risiko von kardiovaskulären Problemen unter Diabetikern soll mittels Vitamin E gesenkt werden.

Fazit:

Bei einer einigermaßen abwechslungsreichen Ernährung mit frischen und selbst zubereiteten Lebensmitteln ist es eigentlich kein Problem den Vitamin-E-Tagesbedarf zu decken.

Dieser liegt durchschnittlich bei 12-14 mg Vitamin E, was zum Beispiel schon in ca. 20 Gramm Sonnenblumenöl enthalten ist. Damit der Körper das Vitamin E gut verwerten kann, muss gleichzeitig Fett mit aufgenommen werden.