Abnehmen

Abnehmen bedeutet Reduktion des Körpergewichts. Die Reduzierung des Gewichts erfolgt dann, wenn die Energieaufnahme geringer als der Energieverbrauch ist. Die erwünschte Gewichtsabnahme kann vor allem durch eine reduzierte Kalorienaufnahme oder eine Ernährungsumstellung (kalorienarme Nahrungsmittel) sowie durch körperliche oder kognitive Aktivität erreicht werden.

Wussten Sie schon, dass…

  • Eine Gewichtsreduktion von mindestens 5 Prozent bereits das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle verringern kann? Außerdem kann einer Erkrankung an Diabetes vorgebeugt werden.

Darum lohnt es sich abzunehmen

  1. Senkung des Risikos einer Fettleber - Die Symptome einer Fettleber sind hauptsächlich Völlegefühl sowie Müdigkeit. Im schlimmsten Fall kann sich sogar die Leber entzünden. Die Leber kann sich regenerieren, wenn der Lebensstil frühzeitig geändert wird.
  2. Senkung des Risikos von Bluthochdruck und der Erkrankung der Herzkranzgefäße - Mit zunehmendem Körpergewicht steigt auch der Blutdruck.Wenn dies unbehandelt bleibt, kann Bluthochdruck den Herz-Kreislauf gefährden: das Risiko eines Herzinfarkts, Schlaganfalls und die Senkung der Potenz und Libido können mögliche Folgen sein.
  3. Senkung des Risikos einer Erkrankung an Diabetes - Ein normales Körpergewicht kann effektiv Diabetes vorbeugen.
  4. Verlangsamung des Alterungsprozesses - Das Bekämpfen von Übergewicht kann dabei unterstützen, frisch und vital zu bleiben.
  5. Verbesserung der Fruchtbarkeit - Ein Body-Mass-Index über 25 kann das Ausbleiben des Eisprungs der Frau und die Verringerung der Spermien bei Männern verursachen.
  6. Steigerung des Selbstwertgefühls - Durch die Steigerung des Selbstwertgefühls erlangen Sie auch ein verbessertes Selbstbewusstsein. Das Wohlfühlen im eigenen Körper wird ausgestrahlt und kann sich auch auf andere Lebensbereiche positiv auswirken.
  7. Erhöhung der Lebensqualität - eine erfolgreiche Gewichtsabnahme kann Ihnen dabei helfen sich gesünder und attraktiver zu fühlen!

Abnehmen durch eine reduzierte Kalorienaufnahme/Ernährungsumstellung

Es gibt unzählige Varianten von Diäten. Am bekanntesten sinddie Low-Fat-Diät, die Low-Carb-Diät oder auch die Trennkost-Diät.

Low-Fat-Diät - Abnehmen ohne Fett:

Bei dieser Diät wird die Aufnahme von Fett reduziert. Allerdings sollte auf die Aufnahme von ausreichend Kohlenhydraten geachtet werden. Eine zu geringe Fettaufnahme (unter 20 Prozent der Energieaufnahme) soll möglichst vermieden werden. Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel Blähungen und Völlegefühl.

Low-Carb-Diät - Abnehmen ohne Kohlenhydrate:

Bei dieser Art von Diät wird der Kohlenhydratanteil in der täglichen Nahrung reduziert. Auf diese Weise wird der Körper dazu gezwungen, die benötigte Energie aus seinen Fettreserven zu beziehen. Es dürfen täglich nur maximal 30 g Kohlenhydrate aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu können Fette (Irgendwie stimmte da etwas nicht oder? Diese Diät heißt doch abnehmen ohne Fett?) und Proteine ohne Beschränkung gegessen werden. Manche Lebensmittel - beispielsweise Brot, Getreideprodukte, Früchte, Teigwaren, Kartoffeln, Zucker oder Reis - sind wegen ihrem hohen Anteil an Kohlenhydraten während dieser Diät nicht empfehlenswert. Dies kann den Grundlagen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung widersprechen. Aufgrund des Verzichts kann es zu einer verringerten Zufuhr von Vitamin A, Vitamin B6 und Vitamin E sowie Folsäure, Kalzium, Magnesium, Kalium und Ballaststoffen kommen. Beschwerden wie Verstopfungen und Kopfschmerzen, Mundgeruch, Muskelkrämpfe, Durchfall, Schwäche und Hautausschläge können auftreten. Außerdem kann die geringe Aufnahme an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sich langfristig negativ auf das Herz-Kreislauf System auswirken.

Trennkost-Diät:

Abnehmen durch Abmagerungskuren, bei denen nur bestimmte Lebensmittel - wie zum Beispiel, die Grapefruit bei der Grapefruit-Diät - verzehrt werden dürfen, können unter Umständen sogar die Gesundheit gefährden. Oft werden dem Körper nicht genügend Vitamine und Mineralstoffe zugeführt. Meistens folgt der raschen Gewichtsabnahme eine genauso schnelle Gewichtszunahme. Solche kalorienarmen Diäten sollten wegen ihren möglichen schwerwiegenden Nebenwirkungen nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Fettblocker und andere Nahrungsmittel

Fettblocker

Abnehmen mit Shakes gefällig? Am beliebtesten scheinen Mahlzeitenersatzprodukte (auch Diätshakes genannt) zu sein. Mahlzeitenersatz wird am häufigsten bei Diäten eingesetzt, aber auch zunehmend im Sportbereich. Zusätzlich zur Gewichtsabnahme soll der Energiespeicher, wenn beispielsweise in Stresssituationen keine Zeit für Mahlzeiten bleibt, oder wenn der Hunger nicht groß genug ist, wieder aufgefüllt werden.

Anderseits sollen Fettblocker verhindern, dass Nahrungsfette vom Körper aufgenommen werden. Die aufgenommenen Nahrungsfette werden unverdaut ausgeschieden und nicht in den körpereigenen Zellen gespeichert. Dadurch soll es möglich sein, ohne Diät oder Sport abzunehmen.

Appetitzügler wirken direkt im Gehirn und sollen das Hungergefühl erfolgreich unterdrücken. Diese Produkte erzielen allerdings nur einen kurzfristigen Effekt, wenn sie nicht auf einer Ernährungs- sowie einer Lebensumstellung basieren.

Abnehmen mit Sport:

Bewegung verbrennt Kalorien und unterstützt beim Abnehmen. Studien haben ergeben, dass für eine dauerhafte Gewichtsreduktion Sport eine wichtige Rolle spielt. Einfach gesehen ist Abnehmen lediglich eine negative Energiebilanz, bei der der Kalorienverbrauch größer als die Kalorienzufuhr sein muss. Eine Diät ohne Sport führt oft nur zum Muskelabbau, was die Körperfettreduktion erschwert. Die Frage ist nun: welche Sportarten können eine Diät am besten unterstützen?

  1. Abnehmen mit Squash: Diese Rückschlag-Sportart ist anstrengend aber effektiv: im Schnitt können pro halbe Stunde 285 Kilokalorien verbrannt werden.
  2. Abnehmen mit Spinning: Beim Spinning wird auf speziellen Fahrrädern zum Rhythmus motivierender Lieder und den Ansagen des personal Trainers gestrampelt. Diese Sportart ist ziemlich anstrengend und verbrennt circa 330 Kilokalorien pro halbe Stunde, wobei der Po und die Oberschenkel trainiert werden.
  3. Abnehmen mit Joggen: Beim Joggen wird der ganze Körper beansprucht. Bei mittlerer Geschwindigkeit werden rund 300 Kalorien verbrannt.
  4. Abnehmen mit Crosstrainer: Mit dem Crosstrainer können vor allem die Oberschenkel und der Po trainiert werden. Bei intermediärer Stufe können circa 300 Kalorien pro 30 Minuten verbrannt werden.
  5. Abnehmen mit Nordic Walking: Beim Nordic Walking werden die Arme und Schultern trainiert und nicht nur der Po und die Oberschenkel. Pro halbe Stunde können 300 Kalorien verbrannt werden.

Gesund und dauerhaft abnehmen ohne den unerwünschten Jo-Jo-Effekt

Um langfristig und gesund abzunehmen, sollten komplexe Kohlenhydrate bevorzugt werden und die aufgenommene Fettmenge sollte nicht mehr als 30 Prozent der täglichen Gesamtenergie betragen. Achten Sie außerdem darauf, genügend Ballaststoffe und Wasser zu sich zu nehmen. Wasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte sind dabei ideal geeignet. Alkohol sollte aufgrund seiner zahlreichen Kalorien nur zu besonderen Anlässen verzehrt werden. Um erfolgreich abzunehmen sollte außerdem regelmäßig Sport gemacht werden. Sport erhöht den Energieumsatz und sollte somit ein wesentlicher Bestandteil jeder Diät oder Ernährungsumstellung sein, vor allem um das Abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt zu ermöglichen.

Durch das Zusammenwirken einer Ernährungsumstellung, Mahlzeitenersatz und Sport kann folglich langanhaltend Gewicht reduziert beziehungsweise stabilisiert werden, ohne unerwünschten Jojo-Effekt.